GRÜNE Fraktion spenden Sitzungsgelder an m*power, einem Beratungsnetzwerk für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt

Nachdem in Koblenz die Stadtratssitzung am 07.11.2019 nicht wie geplant stattfinden konnte, hat die GRÜNE Stadtratsfraktion beschlossen, ihre gesamten Sitzungsgelder zu spenden.
 
Den Ratsmitgliedern, die den Ratssaal nicht verlassen haben, steht je ein Sitzungsgeld von 30 Euro zu. Unsere Fraktion hat beschlossen, dieses Sitzungsgeld in vollem Umfang zu spenden, einige Fraktionsmitglieder haben zusätzlich etwas draufgelegt, damit eine runde Summe dabei herauskommt. Insgesamt sind 550 € zusammengekommen.
Diese werden an die Mobile Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Rheinland-Pfalz (m*power) gespendet, die auch in Koblenz mit einem Büro vertreten sind.
 
„Wir möchten nicht von dem Eklat im Stadtrat profitieren. Gleichzeitig möchten wir mit unserer Spende denen helfen, die bereits Opfer rechter Gewalt geworden sind und auf die jüngsten Entwicklung im rechten Spektrum aufmerksam machen“, so Carl-Bernhard von Heusinger, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat Koblenz.
 
Die Beratungsstelle m*power bietet Menschen, die von rechter Gewalt und Diskriminierung betroffenen sind, einen sicheren Raum, in dem sie sich über das Erlebte austauschen können. Zu dem Angebot gehören persönliche Beratung, Begleitung zu Polizei oder Gericht, psychologische Hilfestellung, Anwält*innen und Dolmetscher*innen.
 
„Es ging uns nie um Provokation. Wir wünschen uns, dass zukünftig auch im Stadtrat Koblenz alle demokratischen Parteien im Schulterschluss gegen Rechtsextremisten und Rechtspopulisten zusammenstehen“, so von Heusinger weiter.

Verwandte Artikel