Rechtsruck in der CDU Koblenz

 

CDU “stört” Meinung zugezogener in Koblenz


Man kann es kaum glauben, aber der Herr Scherhag von der CDU Koblenz scheint die Kontrolle über sein Demokratieverständnis verloren zu haben. Zugezogene dürfen gnädigerweise eine Meinung haben, aber doch bitte nicht äußern und schon gar nicht mit Meinungen anderer Koblenzer vergleichen, die hier schon länger wohnen. 😄

Ratsmitglied Laura Martin Martorell schreibt darüber:

Zu dem Interview morgen in der RZ mit Mark Scherhag (CDU), mein persönlicher Brief:

Mark Scherhag,

Ich bin eine “Zugezogene” im Stadtrat und ja, ich habe eine Meinung und werde nie müde werden diese zu äussern. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, es ist mein Recht als demokratisch gewähltes Mitglied.

Ihre Unterteilung in “Menschen die die Stadt aufgebaut haben” und “Zugezogene” ist inakzeptabel. Gerade nach #Hanau ist das unentschuldbar. Koblenz ist bunt und der Stadtrat wird immer vielfältiger und das ist auch gut so. Wir, alle gemeinsam, sind Koblenz!

Wir “Zugezogene” dürfen selbstverständlich die Stadt genauso lieben und wir dürfen genauso anpacken wie Sie (gebürtiger Koblenzer), um diese zu erhalten oder sogar noch besser zu machen. Nicht zuletzt weil wir Steuer zahlen. 32 Prozent der Koblenzer*in haben einen Migrationshintergrund und auch sie müssen in den politischen Gremien vertreten sein.

Der Ton in unserem lokalen Parlament ist rauer geworden, da gebe ich Ihnen Recht. Die Schimpfwörter und Beleidigungen kamen dabei IMMER von der konservativen Seite. Wir sind stets sachlich geblieben, während die CDU-Fraktion Anderen öffentlich beleidigten. In einer Stadratssitzung nannte Herr Ernst Knopp (CDU) einen Ratskollegen der Partei Die PARTEI, Kevin Wilhelm, “dumm und inkompetent” und Sie, Herr Scherhag, gingen noch weiter und nannten Oliver Antpöhler von den Linken in aller Öffentlichkeit “Arschloch”. Das weil er die Inhalte und keine Person (!) der CDU-Fraktion in einem Redebeitrag kritisierte.

Ich habe mich sehr lange um eine konstruktive Arbeit mit Ihnen bemüht. Habe Sie sogar bei Ihrer Arbeit besucht und mich über mögliche Schnittmengen zwischen unseren beiden Fraktionen unterhalten. Aber spätestens heute ist klar geworden, wer für die Spaltung und Radikalisierung in unserer kommunalen Politik sorgt: die CDU.

Das was Sie in dem Interview gesagt haben, kann ich so nicht stehen lassen. Ich werde mich nicht auf Ihr Niveau begeben und Menschen persönlich beleidigen aber das Interview in der RZ (Auszug unten) ist eine Unverschämtheit und Ihres Amtes nicht würdig!

Gruß,

Eine Schängelin mit Migrationshintergrund

 

CDU Koblenz kooperiert erneut mit der AfD Koblenz.

Das kumpelhafte Benehmen der Mandatsträger zwischen AfD und CDU, wie auch die gemeinsamen Abstimmungen, sind trotz rechtsextremer Vorfälle Alltag im Rat. Aktuell teilen die Ratsmitglieder der CDU eine Petition der AfD Fraktion (Hier gestartet durch den Büroleiter der AfD Fraktion Fabian Becker), die Clemensstrasse nicht zugunsten von Fahrradfahrern zu sperren. Im Bild sehen wir die Fraktionsvorsitzende der CDU Koblenz, Anne Schumann-Dreyer, wie sie eine Petition der Fraktion mit NPD/AfD-Autor Joachim Paul teilt. Ein öffentlicher Beweis für eine schon länger vermutete Kooperation mit Rechtspopulisten durch die CDU.

Jüngst hatte sich aus dieser Fraktion Ratsmitglied Scherhag (CDU) über den Ton im Rat beschwert, während er noch im selben Atemzug Mitglieder der Grünen und Linken als „Arschloch“ und „Anarchisten“ bezeichnete. Bis heute hat sich die CDU Koblenz nicht von diesen Beleidigungen wie auch den rechtsradikalen Inhalten der Afd Fraktion Koblenz distanziert. Das Gegenteil ist der Fall.

Bild könnte enthalten: Text und im Freien