Grünes Ratsmitglied Beuth hilft in Coronakrise

Arbeit und Stadtrat fallen zurzeit aus, aber wie kann ich in dieser Krise trotzdem unterstützen?

2008 war ich nach meinem Zivildienst auch im Sanitätsdienst der Bundeswehr tätig, einfach nur um beide Seiten sehen zu können, seitdem leiste ich den Reservistendienst in Notlagen.
Aktuell im Sanitätskommando der Bundeswehr in Koblenz.
Mit meiner Abteilung koordinieren wir ehemalige Gediente mit Sanitätsausbildung bundesweit.
Wir ziehen aber keine Zivilisten heran, die in einer Ihrer Ausbildungen im Gesundheitswesen beruflich tätig und damit systemrelevant sind.
Schließlich geht es um eine Entlastung der Länder und Bereiche, nicht um eine zusätzliche Belastung.
Die Bundeswehrkrankenhäuser behandeln fast 80% Zivilisten und sind, wie auch in Koblenz, für jeden zugänglich und ein fester Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung. Das ist in vielen Fällen ein Vorteil, da diese Krankenhäuser nicht privatisiert sind.
Als Beispiel haben sich Lehrkräfte gemeldet, die z.Z. nicht arbeiten dürfen, aber vorher eine Ausbildung als Krankenpfleger/Krankenschwester hatten. Diese können wir in Krankenhäusern, Sanitätszentren und Instituten zur Unterstützung anfordern – wohlgemerkt auf freiwilliger Basis.
In Koblenz kann auch der Oberbürgermeister Amtshilfe bei der Bundeswehr beantragen, dann können wir Reservisten mit der gesuchten Qualifikation heranziehen und damit Entlastung schaffen. Falls sich dennoch Ungediente melden, leiten wie sie an die Gesundheitsämter oder lokale Hilfseinrichtungen weiter. Egal ob zivil oder militärisch, in erster Linie geht es nur um eine Sache: Leben schützen und retten. Der Sanitätsdienst hat passend dazu das Motto „Der Menschlichkeit verpflichtet.

 

Download Artikel Rhein-Zeitung: https://sebastianbeuth.de/wp-content/uploads/2020/03/Rhein-Zeitung-Koblenz-Region-27.03.202015-1.pdf